Willkommen in Poconé - das Tor zum nördlichen Pantanal
Poconé (Bundesstaat Mato Grosso) ist eine Kleinstadt in Brasilien mit etwa 30.000 Einwohnern. Sie liegt am Eingang des Pantanal und ungefähr 100 km von Cuiabá (Hauptstadt von Mato Grosso) entfernt. Der Name der Stadt stammt von den Beripoconeses, Indianern, die in diesem Gebiet lebten. Hier beginnt die Transpantaneira, die 145 km lange Straßenverbindung von Poconé quer durch das Pantanal bis zum Endpunkt namens Porto Jofre.
Poconé wurde am 21. Januar 1781 gegründet und war bis vor einigen Jahrzehnten die Stadt in Brasilien mit den grössten Viehversteigerungen. Hier wurden noch bis vor etwa 25 Jahren die meisten Rinder versteigert. Noch heute gibt es jeden zweiten Sonntag eine Viehversteigerung. Bis etwa 1995 war Poconé auch Schwerpunkt vieler Goldgräber, die nicht bis in das Pantanal durchkamen, es aber immer wieder versucht haben. Durch den Goldboom blühte die Stadt Ende der 80er Jahre auf. Es entstanden Bars, Kneipen und Prostitution, Schmuggel und der Drogenhandel entwickelte sich, was mittlerweile stark zurück gegangen ist. Ab Mitte der 90er Jahre verschwanden die Goldsucher und das Leben normalisierte sich wieder. Für viele Kleinladen-, Kneipenbesitzer und Restaurantinhaber bedeutete das aber den Ruin. Unweit des Stadtzentrums existiert heute noch eine riesengroße Goldgrube (Privatgelände) mit mehreren Hundert Metern Tiefe, wo noch immer nach Gold gegraben wird.
Die Einwohner von Poconé lieben Feste und Feierlichkeiten. Manche Feste dauern bis zu fünf Tage, wobei traditionelle Folkloretänze zu sehen sind. Die örtliche Küche unterscheidet sich deutlich vom restlichen Brasilien. Es gibt Pacu (Fisch), Rodízio (gegrilltes Fleisch), spezielle Süßwasserfische aus dem Pantanal, Piranhas mit Maniok, Bohnen, Reis und Obstkompotte aus heimischen Früchten. Als Spezialität werden die hier hergestellten Fruchtliköre angesehen, die auch zu erwerben sind. Die Menschen leben hauptsächlich von der Land- und Viehwirtschaft.
Die Kluft zwischen Arm und Reich ist deutlich zu spüren. Die überwiegende Bevölkerung lebt von der Hand in den Mund. Viele Einwohner pendeln nach Cuiabá, weil es in Poconé keine Arbeit gibt. Für größere Investitionen fehlt das Geld.
Der Tourismus entwickelt sich nur langsam. Die Stadt ist Ausgangspunkt für den Besuch des nördlichen Pantanals und ein Anziehungspunkt für Vogel-, Angel- und Naturfreunde, die im Rio Cuiabá, Rio Piquiri und Rio Pixaim ihr Glück versuchen wollen. City-Tour Wir bieten Ihnen gern eine City-Tour in Poconé an.Im Rahmen unserer Citytour durch Poconé (Dauer 2-3 Stunden) werden Ihnen die Kultur und Geschichte von Poconé näher gebracht und Sie bekommen einen Eindruck der unterschiedlichen Mentalität und Lebensweise der Menschen die hier leben, nicht zu vergleichen mit den Menschen in den Großstädten wie Rio de Janeiro, Salvador, Recife, Manaus oder São Paulo. Foto links: Elvis, Ihr lokaler Reiseführer in Poconé, kennt sich bestens mit der Geschichte von Poconé aus. Viehversteigerungen in PoconéAlle zwei Wochen, jeweils sonntags, findet in Poconé eine Viehversteigerung statt, an der Sie gern als Gast und Beobachter eingeladen sind. Im Rahmen einer Citytour und mit Glück genau an diesem Sonntag, besuchen wir mit Ihnen auf Wunsch diese Viehversteigerung (Beginn 15 Uhr). Getränke und kleine Snacks gibt es vor Ort gratis. Planen lässt sich dieser Besuch nicht, da die Termine oft unregelmäßig und saisonalbedingt stattfinden.
Religiöse FesteInsbesondere in der Zeit vor und nach Ostern und Pfingsten finden viele Prozessionen, Gottesdienste und Feierlichkeiten statt. die über mehrere Tage andauern.
Festa de Laço - RodeioEinmal im Monat findet an verschiedenen Standorten in Poconé und Umgebung das sogenannte Festa de Laço statt. Hier kämpfen tollkühne Reiter um die Gunst der Lassokrone, geringe Preisgelder winken dem Sieger, aber mehr stehen Anerkennung, Stolz der Kultur und Spass im Vordergrund. Einmal im Jahr, Ende April/Anfang Mai wird in Poconé ein grosses Rodeio durchgeführt. Leider sind die Termine recht kurzfristig und können nicht über Monate im voraus geplant werden, daher ist ein Besuch von Touristen eher Zufall, wenn Sie genau an dem gleichen Tag an Ort und Stelle sind, planen lässt sich so ein Besuch leider nicht.
Nutzen Sie die Möglichkeit Ihrer Pantanalreise zu einem Besuch (1 Übernachtung im Hotel Skala) in Poconé und nehmen mit etwas Glück Kontakt zu den Einheimischen auf, ein sicherlich unvergesslicher Eindruck. |
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